Kredit oft nur mit Restschuldversicherung
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat etlichen Kredit-Anbietern eine neue Art von “Kreditwucher” vorgeworfen. Dabei würden die Kreditnehmer dazu gedrängt, eine kostspielige Restschuldversicherung für den Kredit abzuschließen. Die Prämien hierfür würden nicht in die Berechnung des effektiven Jahreszinses einfließen.
Eine Restschuldversicherung tritt beispielsweise ein, wenn ein Kreditnehmer wegen unvorhergesehener Umstände (Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit oder Tod) seine Kreditraten nicht mehr bezahlen kann.
Offensichtlich verlangen manche Kreditinstitute kategorisch den Abschluß einer solchen Restschuldversicherung, auch wenn dies aufgrund bereits vorhandener Absicherungen, z.B. durch eine Lebensversicherung, garnicht notwendig wäre.
Der Bankenfachverband wehrt sich allerdings gegen die Pauschalisierung, da die Studie gerade einmal 250 der jährlich 11 Millionen abgeschlossenen Kreditverträge untersuche.
In jedem Fall sollte man sich bei Abschluß eines Kreditvertrages gründlich überlegen, ob die meist nicht billige Restschuldversicherung wirklich notwendig ist. In vielen Fällen sind diese zusätzlichen Kosten sicherlich überflüssig.
