2006 rund 35% mehr Privatinsolvenzen
Wie das statistische Bundesamt mitteilt, haben im Jahr 2006 rund 93.000 Personen die Verbraucherinsolvenz (Privatinsolvenz) beantragt, das entspricht einer erneuten Steigerung um rund 35% gegenüber dem Vorjahr.
Ob unverschuldet oder nicht, inzwischen suchen immer mehr Menschen Hilfe in der Privatinsolvenz. Die Schuldenfreiheit nach der Wohlverhaltensperiode lockt und ist für viele inzwischen der einzige Ausweg.
Auch die Hürden für den Schritt in die Verbraucherinsolvenz sind heute offensichtlich niedriger. Das ist sicherlich nicht zuletzt auf die weitreichende Aufklärung des Verbrauchers über das noch relativ junge Verbraucherinsolvenzverfahren zurückzuführen.
Ganz im Gegensatz zu den Privatinsolvenzen entspannt sich die Situation bei den Unternehmensinsolvenzen nun schon im dritten Jahr. Diese völlig gegensätzliche Entwicklung ist schwer zu verstehen, aber es scheint den deutschen Unternehmen in den letzten Jahren deutlich besser zu gehen.
